Electronic Sourcing
AusgangssituationDer Einkauf zählt zu den wichtigsten Erfolgsgeneratoren vieler Unternehmen. Neben der Reduzierung der Einkaufskosten wird zukünftig in zunehmendem Maße das Ziel der Wertsteigerung in den Fokus des Einkaufs treten. Durch den Wandel des Beschaffungsmanagements vom reinen Kostensenker zum ganzheitlichen Werttreiber sind traditionelle Beschaffungsprozesse neu und flexibel zu gestalten. Um das Ziel der Wertsteigerung zu realisieren, sind die Prozesse durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien umfassend zu unterstützen. Abb. 1: Verbesserungspotenziale durch Electronic Sourcing Durch die konsequente und umfassende Einführung von Electronic Sourcing-Ansätzen kann die Wettbewerbssituation des Unternehmens durch die Realisierung von Prozess- und Materialkosteneinsparungen sowie das Heben umfangreicher Wertpotenziale entscheidend verbessert werden. E-Sourcing steht als Sammelbegriff für unterschiedliche elektronische Lösungen, die es dem Beschaffungsmanagement erlauben, echte Wertbeiträge wie z.B. Innovationsstärke, Qualität, Flexibilität und Schnelligkeit zu günstigen Kosten zu realisieren. KonzeptElectronic Sourcing ist als umfassendes Konzept zu verstehen, bei dessen Realisierung zusätzlich zur Implementierung von Systemleistungen die vorherrschenden Beschaffungsprozesse angepasst bzw. verbessert werden müssen. Das TCW verfügt diesbezüglich über einen ausgereiften und praxiserprobten Ansatz, der Ihr Beschaffungsmanagement dazu befähigt, beschaffungsmarktseitige Effizienz- und Wertsteigerungspotenziale zu realisieren. Neben Methoden zur ertragsorientierten Gestaltung der Beschaffungsprozesse finden dort E-Sourcing-Ansätze Anwendung, die zu einer beschleunigten Nutzung externen Know-hows sowie einem verbesserten Kostenmanagement führen. Abb. 2: Ansätze im Electronic Sourcing E-Procurement-Systeme ermöglichen eine schnelle und flexible Beschaffung indirekter Beschaffungsgüter. Dabei stehen vor allem die Minimierung der Prozesskosten, die operative Verzahnung von Abnehmer-Lieferantenbeziehungen sowie die Verlagerung freiwerdender Ressourcen hin zu strategischen Beschaffungsaufgaben im Vordergrund. Elektronische Ausschreibungen und Online-Auktionen sind weitere Schwerpunkte bei der Automatisierung von Einkaufsfunktionen. Durch die Platzierung von elektronischen Anfragen bzw. Ausschreibungen über Internetplattformen wird der Kreis potenzieller Lieferanten erweitert, die Durchlaufzeit reduziert und ein direkter Angebotsvergleich ermöglicht. Online-Auktionen unterstützen das strategische Beschaffungsmanagement bei Preisverhandlungen und realisieren binnen kürzester Zeit den aktuellen Marktpreis. Ein weiteres Element des E-Sourcing sind elektronische Marktplätze, in denen Restriktionen konventioneller Märkte aufgehoben und kostengünstige Preisniveaus realisiert werden können. VorgehensweiseDas TCW bietet bezüglich der Gestaltung einer internetbasierten Beschaffung eine methodenbasierte Vorgehensweise an, die sich bereits in einer Vielzahl von Einkaufsprojekten in unterschiedlichsten Branchen bewährt hat. Die dabei verwendeten Instrumente werden stetig weiterentwickelt und spiegeln die gesammelten Erfahrungen wider. In einem ersten Arbeitspaket wird die Ausgangssituation des Beschaffungsmanagements in Ihrem Unternehmen analysiert. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Erarbeitung einer strukturierten Informationsbasis und Schwachstellenübersicht sowie in der Ableitung konkreter Optimierungsmaßnahmen für die Beschaffungsprozesse. Abb. 3: Portfoliosystematik zur Einführung von Electronic Sourcing Mit Hilfe der dargestellten Portfoliosystematik lässt sich in einem weiteren Arbeitschritt ein Überblick über die Eignung der zu beschaffenden Güter und Leistungen sowie der betroffenen Beschaffungsmärkte für E-Sourcing-Aktivitäten verschaffen. Ein Kernelement stellt die Erarbeitung eines Beschaffungsgüter- und eines Beschaffungsquellenportfolios dar. Durch die separate Betrachtung wird sichergestellt, dass die Besonderheiten der jeweiligen Betrachtungsfelder differenziert aufgenommen werden. Aus der Kombination der beiden Portfolios resultiert das E-Sourcing-Portfolio. Das Gesamtportfolio erlaubt eine nach Beschaffungsgütern bzw. Leistungen differenzierte Ableitung von Hauptansatzpunkten bzw. die Identifikation von konkreten Gestaltungsfeldern. Anhand der Positionierung im E-Sourcing-Portfolio erfolgen eine Potenzialabschätzung und Festlegung der Umsetzungsvorgehensweise für die Implementierung der E-Sourcing-Ansätze. Die Einführung der E-Sourcing-Ansätze erfolgt in drei Phasen (Installation in einer Testumgebung, Pilotprojekt zur Fehlerquellenidentifikation und unternehmensweiter Rollout) und wird durch ein kontinuierliches Potenzialcontrolling begleitet. Ergebnisse / PotenzialeWerden die unternehmensspezifischen Anforderungen an das internetbasierte Beschaffungssystem klar definiert und die richtigen Systemlösungen gewählt, kann mit E-Sourcing-Lösungen eine Fülle von Wertpotenzialen für das Unternehmen erschlossen werden. Potenziale durch Verbesserungen im Einkauf - Wertorientierte Ausgestaltung der Beschaffungsstrategien und Programme,
- Definition neuer Tätigkeitsprofile für das Beschaffungsmanagement mit den Schlüsselbereichen Innovation und Wachstum, Kostenkontrolle, Netzwerkoptimierung und Beschaffungssicherheit,
- Elektronische Abwicklung zeitaufwändiger administrativer Tätigkeiten sowie
- Möglichkeit, Bedarfe zu bündeln und darauf ein ertragsförderndes Lieferantenmanagement aufzubauen.
Abb. 4: Wirkungen des elektronischen Einkaufs Weiterführende Literatur zum Thema Electronic SourcingNews zum Thema Electronic Sourcing
Tools zum Thema Electronic Sourcing
- Einkaufspotenzialanalyse
Realisierung von Einkaufspotenzialen durch die bewusste Gestaltung differenzierter Abnehmer-Lieferanten-Beziehungen - Online-Auktionen im Einkauf
Deutliche Preisreduzierung durch Schaffung eines virtuellen Marktes als effizienten Ersatz für bilaterale Preisverhandlungen
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