Fixkostenmanagement
AusgangssituationDie fetten Jahre sind vorbei. Diesen Satz hört man derzeit in den unterschiedlichsten Unternehmen der Investitionsgüterindustrie. Gemeint ist damit die Möglichkeit, sich auf Basis von hervorragenden Verkaufszahlen, Ausgaben und langfristige Verbindlichkeiten in den indirekten Bereichen zu leisten. Die Einbrüche bei den Absatzzahlen von 18% bis zu 80% fordern ein durchgreifendes Fixkostenmanagement bei den nicht kurzfristig beeinflussbaren Ausgaben. Abb. 1: Fixkosten und Fixkostenmanagement Fixkostenmanagement ist bei den heute zu verzeichnenden volatilen Märkten eine überlebenswichtige Maßnahme. Die angespannten Kreditlinien der Unternehmen vor dem Hintergrund der Finanzkrise erfordern eine neue ganzheitliche Betrachtung der einzelnen Kostenfaktoren. Hierbei reicht es nicht aus, sich allein auf die bisherige Definition von Fixkosten zu stützen. Vielmehr sind die Fixkosten um den Anteil der variablen Kosten zu erweitern, der nicht kurzfristig reduziert werden kann. Längerfristige Abnahmevereinbarungen und Mietverträge zählen hier ebenso hinzu wie Kosten für Lohnempfänger, die unter Beschäftigungsgarantien stehen. Unachtsamkeit aufgrund von hervorragenden Geschäftsergebnissen lassen die Fixkosten häufig überproportional ansteigen. Sind die Fixkosten erst einmal gesetzt, findet sich immer eine Reihe von „guten“ Argumenten für deren Rechtfertigung. Grund hierfür ist oftmals ein fehlendes Kostenbewusstsein der Führungskräfte und der Mitarbeiter hinsichtlich der Bedeutung von Fixkosten und der Erwartungshaltung der Kunden. KonzeptDer Kunde akzeptiert nur ein gewisses Maß an Fixkosten und straft überzogene Kostenpositionen und Preise ab. Besonders Unternehmen, die sich in einer Konzernlandschaft bewegen, klagen über die Fixkosten, mit denen sie über Verrechnungskosten belastet werden und die sie in ihrer Preiskalkulation berücksichtigen müssen. Abb. 2: Kernfragen des Fixkostenmanagements Anhand von zehn Fragen wird das spezifische Konzept für das Management der Fixkosten erarbeitet. Es ermöglicht eine nachhaltige Anpassung an volatile Märkte. In gemeinschaftlicher Arbeit mit Vertretern aus unterschiedlichen Fachbereichen wird das Fixkostenkonzept mehrheitsfähig und über Kostenanalysen und Kostenkontrollen transparent gemacht. Das TCW-Konzept Fixkostenmanagement zielt somit nicht nur auf kurzfristige, sondern auch auf nachhaltige und selbsttragende Erfolge, um eine Stabilität im Wettbewerb und wetterfeste Unternehmensergebnisse zu erreichen. Hierfür ist es wichtig, in wiederkehrenden Aktionen die eigenen Kostenstrukturen und die Cash-Steuerung auf den Prüfstand zu stellen und mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Anhand von Vergleichswerten ist ein Benchmarking in der Organisation zu verankern, das sich auch an Best-Practice-Lösungen anderer Branchen orientiert. Dies ermöglicht einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber den Konkurrenten, die lediglich die direkten Wettbewerber als Maßstab nehmen. VorgehensweiseDie Vorgehensweise für die Ausgestaltung des unternehmensspezifischen Fixkostenmanagements umfasst fünf Module, die in gemeinschaftlicher Arbeit mit Vertretern aus den unterschiedlichen Fachbereichen Ihres Hauses durchgeführt werden. Abb. 3: Vorgehensweise zur Ausgestaltung des Fixkostenmanagements Innerhalb des ersten Moduls werden die vorhandenen Vorarbeiten der einzelnen Fachbereiche zum Fixkostenmanagement gesichtet, bewertet und die wesentlichen Inhalte für eine spezifische Konzeption ermittelt. Zudem werden die derzeitigen Kostenstrukturen, Abläufe, Systeme und Erfolge analysiert. Im zweiten Modul werden die Ergebnisse der Analysen bewertet und einem Benchmarking unterzogen. Die Kostenstrukturen und Besonderheiten Ihres Geschäfts werden den Lösungen von anderen Unternehmen gegenübergestellt. Die Ergebnisse werden diskutiert sowie Zielvorgaben und Ansatzpunkte zur Verbesserung der Fixkostensituation für die Funktionsbereiche abgeleitet. Das dritte und vierte Modul umfassen die Ausarbeitung der einzelnen Konzepte hinsichtlich der Fixkostenträger und der einzelnen Funktionsbereiche. Zielgruppenspezifisch werden hierbei die Unternehmensleistungen über die einzelnen Fachbereiche synchronisiert und mit konkreten Maßnahmen und dazugehörigen Potenzialen hinterlegt. Ergebnisse dieser Module sind ausformulierte, spezifische Fixkostenkonzepte mit detaillierten Umsetzungsplänen und Business-Cases. Das fünfte Modul sichert eine nachhaltige Potenzialerschließung durch eine regelmäßige Kontrolle und Anpassung der Einzelmaßnahmen. Ergebnisse / PotenzialeDas TCW legt bei der Durchführung seiner Projekte großen Wert auf die Nachhaltigkeit der Ergebnisse. Dies gilt umso mehr, wenn die Optimierungsansätze umfassende strukturelle Veränderungen mit sich bringen, wie dies im Falle der Fixkosten möglich sein kann. In abgeschlossenen Projekten konnten deutliche Kosten- und Variabilisierungspotenziale nachhaltig realisiert werden. Hierfür waren funktions- und fachbereichsübergreifende Anstrengungen erforderlich. Wesentlich hierbei ist, dass derartige Kostenpotenziale selten über Einzelmaßnahmen erreicht werden können. Ein Bündel von Kosten- und Variabilisierungsmaßnahmen, das sich auch entlang der Supply Chain auswirken kann, ist von den Funktionsträgern zu ergreifen. Abb. 4: Aufbrechen der derzeitigen Kostenstruktur Zudem zeigen die Erfahrungen aus den Projekten zum Fixkostenmanagement, dass die umfassenden Betrachtungen der Unternehmensleistungen und Unternehmenskosten sowie der unternehmerischen Chancen und Risiken zu einer Verbesserung der internen Prozesse und der Zusammenarbeit der Fachbereiche geführt haben.
Weiterführende Literatur zum Thema Fixkostenmanagement
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