Optimierung von Geschäftsprozessen bei Finanzdienstleistern & Banken
Ausgangssituation
Die Bank- und Finanzbranche steht derzeit einem Wandel gegenüber. Durch den vermehrten Eintritt von Direktbanken in den Wettbewerb und durch die Auswirkungen der Finanzkrise steigt der Wettbewerbsdruck auf die einzelnen Kreditinstitute. Insbesondere die Zinsüberschüsse aus den klassischen Geschäftsfeldern der Banken verringerten sich in den letzten Jahren zunehmend. Ein Blick auf die wesentlichen Kennzahlen wie die Cost-Income-Ratio verdeutlicht, dass insbesondere die Kostenseite bei Geschäftsbanken deutliche Optimierungsmöglichkeiten aufweist. Derzeit ist die Prozessbearbeitung bei Banken geprägt durch einen geringen Standardisierungsgrad und sich daraus ergebende hohe Fehlerquoten. Durch diese suboptimale Prozessbearbeitung entstehen Doppelarbeiten und ein sehr hoher Nachbearbeitungsaufwand. Durch die Optimierung der Prozessbearbeitung nach industriellem Vorbild können diese Problemfelder nachhaltig verbessert werden.
Konzept
Die Prozessreorganisation beinhaltet eine umfassende und auf das betrachtete Unternehmen zugeschnittene Analyse der unternehmerischen Prozesse und Strukturen. Insbesondere werden die
- Unternehmensdaten,
- die Produkte,
- die Prozesse,
- die Organisation,
- die Führung,
- die Mitarbeiter und
- die Innovationskraft
im Detail untersucht.
Abb. 1: Umfassende Analyse der unternehmerischen Prozesse und Strukturen
Die Auswahl der Schwerpunkte in den einzelnen Unternehmensbereichen erfolgt je nach Unternehmenssituation. Durch die Analyse der allgemeinen Unternehmensdaten können die Rahmenbedingungen für die Prozessbearbeitung ermittelt werden. Mit diesem Vorgehen wird ein Top-down-Ansatz verfolgt. Dieser wird mit dem Bottom-up-Ansatz der Prozessanalyse kombiniert.
Vorgehensweise
Die Vorgehensweise umfasst die fünf Arbeitspakete „Auditierung der Organisation und Prozesse“, „Quantitative Bewertung“, „Qualitative Bewertung“, „Optimierungsprogramm“ und „Umsetzungsbetreuung“.
Abb. 2: Vorgehensweise zur Optimierung der Geschäftsprozesse
Zunächst erfolgen die Erhebung der Daten und Informationen zur Ermittlung der Ausgangssituation sowie die Darstellung der für die Prozessbearbeitung relevanten Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend erfolgt die Aufnahme der Ist-Prozesse. Die Daten der Auditierung werden anschließend quantitativ und qualitativ bewertet. Im Rahmen der quantitativen Bewertung erfolgt die Ermittlung der Leistungslücke in Form von Kostensenkungs- und Leistungssteigerungspotenzialen. Die qualitative Bewertung dient der Ermittlung der Wettbewerbsfähigkeit der Organisation und Prozesse. Im Zuge der Optimierung werden detaillierte Lösungsansätze und eine Umsetzungsplanung je Teilprojekt entwickelt, mit dem Ziel, eine Realisierung der Potenziale zu erreichen. Die Umsetzungsbetreuung dient der durchgängigen Implementierung der erarbeiteten Lösungsansätze sowie der Sicherung der Potenziale.
Ergebnisse / Potenziale
Das Konzept der Prozessreorganisation bei Banken und Finanzdienstleistern ermöglicht die Erreichung erheblicher Einsparpotenziale und Leistungssteigerungseffekte, die sich in den Kennzahlen der Bearbeitungs- und Durchlaufzeit darstellen lassen. Durch die Schaffung von klaren Prozessstandards und durch ein nachhaltiges Prozesscontrolling lassen sich die Prozesse wesentlich schlanker und fehlerfreier darstellen. Bei bisher durch das TCW durchgeführten Projekten konnte die Bearbeitungszeit im Passivbereich um durchschnittlich 30% und im Aktivbereich um bis zu 62% reduziert werden.
Abb. 3: Potenzialwirkung durch die Optimierung der Geschäftsprozesse
Weiterführende Literatur zum Thema Optimierung von Geschäftsprozessen bei Finanzdienstleistern & Banken
nach oben
zurück
|