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Kontinuierlicher Verbesserungsprozess in der Supply Chain
Die Problematik Die
enge Vernetzung von Einzelunternehmen in der Supply Chain führt zu
einer deutlich höheren Gefahr von Störungen im Prozess. In einer
solchen Situation können klassische Entstörsystematiken nur bedingt
unterstützen. Die Gründe liegen in der häufigen Nicht-Erfassung von
Störungen, inadäquatem Risikomanagement, inflexiblen Abläufen, einer
fehlenden Differenzierung von Störungen und einer internen Ausrichtung
auf den eigenen geleisteten Beitrag. Um zu verhindern, dass Störungen
unternehmensübergreifend wirksam werden, sind im Rahmen eines
unternehmensübergreifenden kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
geeignete Maßnahmen zu realisieren. Das Konzept Um
potenzielle Defizite bei der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit
kontinuierlich zu erkennen und im optimalen Fall zu vermeiden, bedarf
es eines permanenten Prozesses zur Stabilisierung der
Leistungserstellung. Ein konventionelles Entstörmanagement dient dabei
lediglich als Rückkopplungssystem für die Qualität der Planung im Sinne
einer Optimierung aller Prozesse. Es beinhaltet die Meldung, Zuordnung
und kostenmäßige Bewertung von Störfällen im Ablauf des
Geschäftsprozessnetzwerks sowie die Bestimmung und Verfolgung von
störungsbeseitigenden oder präventiven Maßnahmen zur Vermeidung von
Fehlleistungsaufwendungen und die Mitteilung erkannter Risiken für
Folgeprozesse. Die Beschränkung auf die reine Entstörung greift zu
kurz. Die kontinuierliche Optimierung zielt auf die Vermeidung von
Verschwendung und Blindleistung, die Erweiterung der
Problemlösungskapazitäten unter Berücksichtigung der Kunden- und
Prozessorientierung. Gestaltungsfelder sind sowohl Prozesse als auch
die Organisationsstruktur, das Qualitäts- und Wissensmanagement sowie
das Führungssystem. Gestützt wird dies durch einen differenzierten
Methodeneinsatz. 
Im
Rahmen des Supply Chain Managements basiert der Prozess der
kontinuierlichen Verbesserung auf der Definition von Regeln, die das
Vorgehen und die Zusammensetzung einer unternehmensübergreifenden
Problemlösungsgruppe zum Inhalt haben. Die Vorgehensweise Für
die Implementierung der interorganisatorischen kontinuierlichen
Optimierung hat sich ein systematisches, schrittweises Vorgehen als
sinnvoll erwiesen. Diese Schritte fokussieren die Realisierung von
Kostensenkungs- und Leistungssteigerungspotenzialen insbesondere durch
die Vermeidung von Störungen.
In der ersten Phase steht die
Fixierung der gemeinsamen Zielsetzung und die Information aller
Beteiligten im Mittelpunkt. Dabei sind auch grundsätzliche Fragen nach
den Erwartungen an das Konzept und dessen Gestaltung, nach der
Gesamtvorgehensweise, dem Untersuchungsbereich und der
Projektorganisation in Rahmen der Supply Chain zu beantworten.
Hieran
schließt sich die Analyse relevanter Daten an, so beispielhaft die
Kosten- und Leistungsstruktur, Führungs-, Organisations- und
Personalanalysen, Geschäftsprozess-, Produkt- und Strukturanalysen
flankiert durch ein Benchmarking. Wesentlich hierbei ist die
Einbeziehung vor- oder nachgelagerter Wertschöpfungsstufen. Die Analyse
dient der Charakterisierung der Ausgangssituation und Quantifizierung
der Zielgrößen. Die Identifizierung und Priorisierung von
Problemfeldern und eine erste Potenzialabschätzung sind weitere Inhalte
dieser Phase. 
In
der dritten Phase erfolgt auf Basis der erkannten Problemstellungen die
Formulierung der Teilprojekte, Workshops und die Durchführung erster
Lieferanten- oder Abnehmerworkshops für die Pilotbereiche unter den
Aspekten der Gestaltungs-, Bereichs- oder Produkt- und
Prozessorientierung. Die Positionierung der Handlungsfelder in einem
Veränderungs-/Zeitbedarfsportfolio ermöglicht deren Priorisierung und
gibt so neben der Abarbeitungsreihenfolge die Bearbeitungsintensität
vor. Von entscheidender Bedeutung ist die richtige Zusammensetzung des
Projektteams. Die Fachkompetenz der Vertreter und die überbetriebliche
Zusammensetzung des Teams determinieren maßgeblich den Erfolg des
Projekts. In dieser Phase sind potenzielle Hindernisse bei der
Implementierung zu identifizieren, störungsursachengerechte Konzepte
und Maßnahmen zu definieren. Inhalt dieser Phase ist auch die
Definition unternehmensinterner und übergreifender Sollprozesse mit der
Hinterlegung von konkreten Zeit-, Kosten- und Qualitätspotenzialen.
Ebenso erfolgt hier die Festlegung von Verantwortlichkeiten. Die
Auswahl geeigneter Kenngrößen zur Messung des Projektfortschritts und
-erfolgs, der Aufbau eines leistungsfähigen Controlling- und
Visualisierungskonzepts sowie die Erstellung eines Meilensteinplanes
zur Realisierung schließt diese Phase ab.
In der letzten Phase
der Realisierung wird zwischen der Pilotumsetzung und der
flächendeckenden Ausweitung unterschieden. Gründe hierfür sind die
schnellere Realisierung im Piloten, der frühe Erfolg, Lerneffekte, ein
begrenzter Ressourcenbedarf und begrenztes Risiko. Unterstützt wird
diese Phase durch GENESIS-Workshops, Lieferanten- oder
Abnehmerworkshops, flankiert durch die Institutionalisierung des
Know-How-Transfers sowie Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen.
Erfolgreiche Projekte werden dann sukzessiv flächendeckend umgesetzt.
Schließlich ist der Fortschritt und der Erfolg der Maßnahmenumsetzung
anhand der erfassten Kennzahlen zu kontrollieren und der
Projektfortschritt in regelmäßigen Treffen unternehmensübergreifend zu
diskutieren. Hierbei ist ein striktes Umsetzungscontrolling zu
realisieren, für das eine Person oder ein unternehmensübergreifendes
Gremium verantwortlich gemacht wird. Als sehr wirkungsvoll hat sich in
diesem Zusammenhang die Verwendung des IT-gestützten
TCW-Potenzialmanagers erwiesen, der mit definierten Umsetzungsgraden
arbeitet, die nach Inhalten und nach Funktionen ausgewiesen werden
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