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Projektselektion in F&E
AusgangssituationDie steigenden Marktanforderungen und die zunehmende Innovationsdynamik verlangen eine immer höhere Innovationsleistung. Den verkürzten Produktlebenszyklen steht ein Anstieg der Entwicklungskosten und der Entwicklungszeit gegenüber. Entscheidungen über die Durchführung von Projekten müssen in immer kürzeren Zyklen und mit größerer Tragweite unter steigendem Risiko getroffen werden. Die Misserfolgsrate von Neuproduktentwicklungen zeigt, dass der Prozentsatz gescheiterter Innovationsprojekte alarmierend hoch ist. Dies zeigt die Notwendigkeit einer systematischen Innovationsplanung, um in den richtigen Geschäftsfeldern die richtigen Produkte zum richtigen Zeitpunkt anbieten zu können. KonzeptDie zielorientierte und strategiekonforme Projektselektion erhöht die Effektivität der Entwicklung und optimiert den Auswahl- und Definitionsprozess, welcher vor dem Start der Projekte durchlaufen wird. Richtige Selektion führt zu weniger bzw. frühzeitigen Projektabbrüchen und damit zu weniger Misserfolgen. Um die Effektivität der Entwicklung nachhaltig und drastisch zu erhöhen, müssen daher die Projektideen vor dem Hintergrund der Unternehmensstrategie, dem Wettbewerbsumfeld und den zur Verfügung stehenden Kapazitäten bewertet und selektiert werden. Nur durch eine systematische und regelmäßig angewandte Vorgehensweise kann ein dauerhafter Erfolg erzielt werden. Abb. 1: Bewertung und Selektion der Projektideen VorgehensweiseIm Rahmen der Projektbewertung und -selektion sind die Projektideen zu streichen, die den strategischen Vorgaben des Unternehmens nicht entsprechen. Die einzelnen Ideen werden zunächst aufgenommen und einer Projektklasse zugeordnet. Neben der Unterteilung in Großprojekte, Projekte und Änderungsentwicklung sind ebenfalls Projekte im Rahmen der Grundlagenforschung zu benennen. Die einzelnen Projekte werden entsprechend des Projekttyps mit verschiedenen Bewertungskriterien nach technischer und wirtschaftlicher Erfolgswahrscheinlichkeit und Ertragspotenzial beurteilt. Im Anschluss werden die Ressourcenanforderungen der Projekte aufgenommen und mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen abgeglichen. Hieraus kann eine eventuell bestehende Kapazitätslücke zur Realisierung aller Projektideen abgeleitet werden. Abb. 2: Zusammenführung der Einzelprojekte in ein Gesamt-Projektportfolio Wenn alle laufenden Projekte und die möglichen neuen Projekte in einem gemeinsamen Portfolio vorliegen, gilt es, nach den definierten Kriterien ein zielorientiertes und strategiekonformes F&E-Programm zusammenzustellen. Nach der strategischen Ausrichtung erfolgen die Beurteilung der einzelnen Projekte und die Anpassung des Programms aufgrund von Ressourcenrestriktionen. Die Festlegung des Projektlenkungskreises und die Definition von Entscheidungszeitpunkten sind elementare Bestandteile der Definition der zukünftigen Abläufe. Abbruchentscheidungen einzelner Projekte sind unterjährig möglich, die Aufstellung des F&E-Programms sollte einmal jährlich erfolgen, um die Effektivität der F&E signifikant zu verbessern. Abb. 3: Vorgehensweise zur Festlegung des F&E-Programms Die Implementierung einer systematischen Projektselektion im Unternehmen kann in vier Phasen erfolgen: Phase I: Für das Erfassen und Strukturieren der Ist-Situation und Abläufe ist ein Zeitaufwand von drei Wochen zu erwarten. Phase II: Die Analyse der Unternehmensanforderungen kann in drei bis vier Wochen abgeschlossen sein. Phase III: Die Erstellung der zukünftigen Abläufe erfolgt in der Regel innerhalb von drei bis fünf Wochen. Phase IV: Für die Umsetzung ist mit vier bis acht Wochen zu rechnen. Ergebnisse / PotenzialeDurch den Einsatz einer systematischen Projektselektion erhöht sich die Projekterfolgsquote bei reduziertem Aufwand im F&E-Bereich. Durch eine frühzeitige und regelmäßige Prüfung der Projektselektion und -priorisierung gelingt es, den Anteil technisch erfolgreicher Projekte deutlich zu steigern, indem man ganz gezielt nur auf risikoreiche Produkte für Innovationssprünge setzt und für ein ausgeglichenes Risikoportfolio sorgt. Es gelingt durch eine intensive Überprüfung der Wirtschaftlichkeit der antizipierten Ergebnisse; noch vor dem Projektstart erhöht sich der Anteil wirtschaftlich erfolgreicher Projekte. Durch diese intensive Auseinandersetzung mit der Projektlandschaft gelang in vielen Fällen eine Reduzierung des F&E-Budgets unter Beibehaltung der Innovationsleistung und Reduktion der Risikoposition. Abb. 4: Potenziale einer systematischen Projektselektion
Weiterführende Literatur zum Thema Projektselektion in F&E
Tools zum Thema Projektselektion in F&E
- Innovationsaudit mit Innovation Check
Verbesserungspotenziale im Innovationsmanagement identifizieren und eine leistungsfähige Innovationskultur im Unternehmen verankern - Internetbasierte Conjoint-Analyse
Messung der Bewertung des Kundennutzens bestimmter Produktmerkmale zur optimalen Gestaltung von Produkten - Kennzahlen Cockpit
Visualisierung geeigneter Kennzahlen für ein durchgängiges Controlling aller Bereiche zur langfristigen Erfolgssicherung - Produktprogrammplanung
Marktgerechte Produktkonzepte ableiten, indem portfoliointerne Negativeffekte wie Kannibalisierung und Programmlücken aufgedeckt werden - Risiko-Check
Selbsteinschätzung der operativen und strategischen Risikoposition des Unternehmens anhand quantitativer und qualitativer Faktoren - Risikomanager
Unterstützung beim Risikomanagement leistungswirtschaftlicher Risiken und Berechnung des Value-at-Risk als Steuerungsgröße
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Literatur
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Conjoint Analyse Leitfaden zur kundenwertorientierten Produktentwicklung mittels Conjoint Analysen  Leitfaden Conjoint Analyse |
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Literatur
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Kernkompetenzen Leitfaden zur Optimierung der Leistungstiefe in Entwicklung, Produktion und Logistik  Leitfaden Kernkompetenzen |
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Roadmapping Leitfaden zur Planung und Erschließung von Zukunftspotenzialen im Unternehmen  Leitfaden Roadmapping |
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