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Prozessklinik
Die Problematik
Die Effizienz der Geschäftsprozesse ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Gewachsene Unternehmensstrukturen führen zu Prozessevolutionen und im Laufe der Zeit zu Intransparenzen in der Prozesslandschaft. Marktstudien haben ergeben, dass Unternehmen mit stabilen und strukturierten Prozessen einen enormen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern mit einem ähnlichen Produktportfolio besitzen. Dies ist nicht zuletzt auf die zunehmende Bedeutung des Faktors Zeit zurückzuführen.
In den letzten Jahren wurden verschiedene Konzepte zum Lernen von Wettbewerbern entwickelt, wie etwa die Konkurrenzanalyse und das Benchmarking. Die Übertragbarkeit von Lösungsansätzen der Wettbewerber wird zum einen durch die mangelnde Bereitschaft zur Offenlegung der eigenen Prozesse und zum anderen durch unterschiedliche Unternehmensstrukturen und organisch gewachsene, unternehmensspezifische Randbedingungen erschwert. Um den Unternehmen trotz dieser Schwierigkeiten einen Vergleich mit direkten oder indirekten Wettbewerbern zu ermöglichen, ist eine Best-Practice-Analyse notwendig, das den Unternehmen als Orientierung bei der Reorganisation der Geschäftsprozesse dienen kann.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich insbesondere die Identifikation von Leistungslücken und geeigneten Kennzahlen, an denen sich Unternehmen bei der Reorganisation der Geschäftsprozesse orientieren können, schwierig gestaltet. Darüber hinaus sind die Wirkungszusammenhänge zwischen den prozessbeschreibenden Kenngrößen der verschiedenen Teilprozesse nicht ausreichend bekannt.
Das Konzept
Das Konzept der Prozessklinik schafft einen funktionsübergreifenden institutionalisierten Lernort in dem die Analyse von Prozessen und die Synthese der Bestlösungen erfolgt. Die dadurch generierten Erkenntnisse, aus den Konkurrenzlösungen, dienen als Basis für das Process-Redesign. Es findet eine Übertragung der Erkenntnisse auf die Innovation und Wertschöpfung in dem eigenen Unternehmen statt. Die Steigerung des Kundennutzens durch gezielte Verbesserungsmaßnahmen der Prozesse wird durch das Prozessmanagement und -controlling forciert indem die Prozesse durch definierte Indikatoren gesteuert werden und die Meßbarkeit der Prozessparameter gewährleistet wird.


Die Vorgehensweise
Die Vorgehensweise der Prozessklinik läßt sich in 3 Phasen gliedern. In der Phase 1 "Prozessdefinition und -analyse" erfolgt die Identifikation und die Beschreibung der Geschäftsprozesse sowie deren Schwachstellenanalyse. Phase 2 "Process Redesign" hat zur Aufgabe die identifizierten und analysierten Prozesse zu modellieren mit dem Ziel der Optimierung. Es erfolgt eine Definition der Sollabläufe und eine Anpassung der Geschäftsprozesse an die Organisationsstrukturen.
Die Implementierung wird in der 3. Phase durchgeführt. Dabei ist darauf zu achten, dass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestoßen wird und die Prozessbeteiligten mit den Änderungen, im Rahmen eines Schulungprogrammes, vertraut gemacht werden. Die Erstellung von Maßnahmenplänen und das stetige Überprüfen des Implementierungsfortschritts erwies sich als Potentialträchtig.
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Passendes Fallbeispiel
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Prozessreorganisation in einem Unternehmen der Verkehrstechnologiebranche
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