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Einbindung des Einkaufs eines Finanzdienstleister in den Projekteinkauf „Gebäudesanierung“
[25.05.2004]
Im Rahmen von Projekteinkäufen des Fachbereichs Facility Management
eines Finanzdienstleisters war der Geschäftsbereich Einkauf nicht
vollends in den Prozess integriert, insbesondere in das Projekt
„Gebäudesanierung". Es wurde ein Konzept erarbeitet und umgesetzt um
die Position des Einkaufs im Bereich der Projekttätigkeiten des
Facility Managements zu stärken. Innerhalb kurzer Zeit konnte der
Einkauf als kompetenter Partner Einsparpotenziale generieren.
In der Ausgangssituation des betrachteten Unternehmens kaufte der
Fachbereich Facility Management, insbesondere im Rahmen von Projekten,
überwiegend selbst ein, ohne den Einkauf einzubinden. Eine Analyse der
Einkaufsvolumen ergab, dass mit der Einbindung des Einkaufs bedeutende
Kostensenkungspotentiale erzielt werden konnten. Durch das spezifische
Einkaufs-Know-how im Bereich Gebäudemanagement einer speziell für den
Bereich gegründeten Einkäufergruppe ließen sich die Einkaufskosten
senken. Zur Erreichung der Kostensenkungspotenziale wurde die
Zusammenarbeit zwischen dem Einkauf und dem Fachbereich intensiviert,
indem die Einkäufergruppe über den gesamten Einkaufsprozess den
Fachbereich unterstützt. Das betrachtete Projekt zru Gebäudesanierung,
in das der Einkauf zunächst zu integrieren war, war in sechs
Teilprojekten mit einem Gesamteinkaufsvolumen von ca. 97 Mio. EUR
untergliedert. In den Bereichen Architektur, Raumplanung, Haustechnik,
Sicherheitsmanagement und IT waren bereits insgesamt 30
Ausschreibungspakte durch den Fachbereich ohne Einbindung des Einkaufs
geschnürt worden. Im Rahmen von einzelnen Workshops wurde mit
dem Gesamtprojektleiter und den Teilprojektleitern die bestehenden
einkaufsbezogenen Prozesse untersucht. Ein wesentliches Defizit, das
identifiziert wurde, war der mangelhaft Informationsaustausch zwischen
dem Einkauf und dem Fachbereich. Zur Beseitigung des
Informationsdefizit wurden für die tägliche Zusammenarbeit Maßnahmen
getroffen und umgesetzt. Die Einkäufer arbeiteten von diesem Zeitpunkt
eng mit dem Projektcontrolling zusammen. Hierzu wurde ein eigener
Projektraum genutzt. Der Einkauf erhielt nun Informationen über die
jeweiligen Planungssituationen der einzelnen Teilprojekte. Darüber
hinaus wurden die Projekteinkäufer in den Informationsaustausch der
Planungs- und Strategiesitzungen des Projekts integriert. Ein weiteres
Problem war das Rollenverständnis des Einkaufs im Rahmen des Projekts.
Zur Problembehebung wurde der komplette Projekteinkaufsprozess von der
Bedarfsmeldung bis zum Vertragsabschluss und zur Rechnungsregulierung
mit den beteiligten Stellen in mehrere Workshops dokumentiert und die
einzelnen Projektschritte mit Verantwortlichkeiten hinterlegt. Die
Schaffung eines einheitlichen Prozess- und Rollenverständnisses schuf
ein effektive und effiziente Zusammenarbeit. Zusammengefasst
bietet die Einkäufergruppe dem Facility Management bei der Beschaffung
im Rahmen der Teilprojekte des oben beschriebenen Projektes u.a.
folgenden Mehrwert: - Hilfestellung bei der Definition der Bedarfe
- Durchführung und Auswertung von Ausschreibungen
- Unterstützung durch spezifische Lieferantenportfolios und einem Lieferantenmanagement
- Durchführung von Vertragsverhandlungen
- Transparenz über abgeschlossene Verträge mittels Vertragsmanagement
- Identifikation möglicher Kostensenkungspotenziale
Durch
die Behebung des Informationsdefizits und durch die Schaffung eines
gemeinsamen Rollenverständnisses konnte der Einkauf seiner Funktion in
diesem Projekt ausfüllen und bedeutende Kostensenkungspotenziale heben.
Zukünftig wird der Einkauf von Seiten des Fachbereichs in Projekte als
kompetenter Partner von Beginn an integriert sein. Seminare:weiterführende Literatur: nach oben
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