|
|
|
Einkauf von Professional Services als ein entscheidender Erfolgsfaktor eines Finanzdienstleisters
[29.01.2004]
Eine eigene Gruppe für den Einkauf von Professional Services
aufzubauen wurde in einem der Top 5 Finanzdienstleister Deutschlands
als entscheidender Wettbewerbsfaktor und als Möglichkeit
Einsparpotenziale zu generieren erkannt und durchgesetzt. Kurzfristig
konnten durch Nachverhandlungen, Kick-back-Vereinbarungen und dem
Überprüfen von Skill level signifikante Kosteneinsparungen eingefahren
werden. Langfristig werden durch Rahmenverträge,
Konditionenvereinbarungen und der damit obligatorischen Definition von
Preferred Suppliern weitere Kostensenkungspotenziale erschlossen werden.
Die Ausgangssituation stellte sich so dar, dass Professional
Services von den Bedarfsträgern selbst eingekauft wurden, ohne den
Einkauf einzubinden. Bei der Analyse wurde jedoch, basierend auf
Benchmark-Daten, signifikante Kostensenkungspotenziale identifiziert,
wenn der Einkauf mit seinem speziellen Einkaufs-Know-how in den
Beschaffungsprozess integriert werden würde. Daher wurde zur Erreichung
der oben genannten Kostensenkungspotenziale eine enge Zusammenarbeit
zwischen Einkauf und den Fachbereichen initialisiert. Somit wurden die
Fachbereiche im gesamten Einkaufsprozess unterstützt; angefangen bei
der Beschreibung der Bedarfe, über die Bewertung von Angeboten bis hin
zur Gestaltung von Verträgen und der Abwicklung des operativen
Einkaufs. Stärker als in der Vergangenheit wurden Einsparpotenziale
durch Standardisierung und Bedarfsbündelung aufgezeigt, deren
Realisierung bis dato vorangetrieben wird. Der Bereich der für
die Beschaffung von Professional Services zuständig ist, ist unter
anderem verantwortlich für Rechtsberatung, Unternehmensberatung,
Agenturleistungen und Personalberatung. Die Beschaffungsprozesse im
Bereich Professional Services sind dabei gekennzeichnet durch das
Spezial-Know-how der Fachbereiche, das eine enge Zusammenarbeit und ein
klares Rollenverständnis zwischen dem Einkauf und den Fachbereichen
voraussetzt. Im Rahmen von Workshops wurde der bestehende Prozess
untersucht und optimiert. Der entscheidende Vorteil bei der Integration
des Einkaufs in die genannten Beschaffungsprozesse liegt darin, dass
nun die Einkaufsaktivitäten transparent werden – und zwar durch die
gesamte Unternehmung. Des weiteren wird der Einkauf dort eingebunden,
wo er durch sein Einkaufs-Know-how echten Mehrwert bringen kann. Dieser
besteht unter anderem in der Erstellung und Pflege
fachbereichsbezogener Lieferantenportfolios und einem gezielten
Lieferantenmanagement. Der größte Mehrwert, den der Einkauf jedoch
einbringt, liegt in seiner originären Rolle als Verhandlungsführung zur
Sicherstellung der Erzielung von Marktpreisen. Zusammengefasst bietet der Einkauf bei der Beschaffung von Professional Services somit folgende Mehrwerte: - Unterstützung bei der Bedarfsdefinition
- Durchführung von Beauty Contests und Ausschreibungen
- Proaktives Management fachbereichbezogener Lieferantenportfolios – Lieferantenmanagement
- Regelmäßige Marktsichtung, Ziel: Benchmarks zur objektivierten Bewertung von Unternehmen und Preisen
- Federführung in der Verhandlung von Verträgen und Konditionen, klassisches Rollenverständnis des Einkäufers als „Bad Guy"
- Vertragsvorlagen gemäß Konzernstandard und gemäß aktuellem Recht
- Generierung von Transparenz über die Beschaffungsvolumina von Dienstleistungen - Vertragsmanagement
- Schaffung
verbesserter Konditionen durch Bündeln der Beschaffungsvolumina oder
Aufbrechen von Monopolstellungen einzelner Anbieter
- Regelmäßige Abfrage von Lieferantenbewertungen zur Unterstützung des Controlling mit Soft facts
- Identifikation von Kostensenkungspotenzialen
Somit
ist der Einkauf im Bereich Professional Services ein kompetenter
Ansprechpartner geworden, der durch sein Einkaufs-Know-how und durch
transparente und optimierte Beschaffungsprozesse die Fachbereiche
optimal unterstützt. Zur einer vertieften Auseinandersetzung mit diesen Themen sei auf die folgenden Seminare hingewiesen: - Materialkostensenkung, 18.-20. Feb. / 06.-08. Okt. 2004 in München
- Intensivseminar, 22.-26. März/ 21.-25. Juni/ 13.-17. Sept./ 15.-19. Nov. 2004
Weiterführende Literatur: nach oben
zurück
|
|
|
|