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Entwicklung von organischem Wachstum in globalen Märkten
[19.04.2004]
Weltweit stagnieren die Märkte und der Wettbewerb verschärft sich durch
die Globalisierung zunehmend. In diesem Umfeld haben Unternehmen mit
Umsatzeinbrüchen und signifikanten Marktanteilsverlusten zu kämpfen.
Durch Kooperationen und Zusammenschlüsse dieser Wachstumsfalle zu
entfliehen, habt nur in wenigen Fällen zum Erfolg geführt oder die
Möglichkeit für Akquisitionen stand nicht zur Verfügung. Vergleichbar
zu diesen Rahmenbedingungen stand das betrachtete Unternehmen bei einem
stagnierenden Markt und Marktanteilsverlusten unter zunehmendem
Wettbewerbsdruck ohne Akquisitionsmöglichkeiten mit Erfolgsaussichten.
Jedoch war das Wachstumspotenzial in den einzelnen bearbeiteten Ländern
als signifikant differenziert zu erachten. Es stellte sich daher die
Frage, wo und mit welchen Mitteln Wachstumspotenziale identifiziert und
letztens realisiert werden konnten.
Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen Konsumgüterhersteller,
welcher in den vergangenen Jahren in mehreren europäischen Ländern den
Markteintritt durch Eigenaufbau ermöglicht hat. Die Gegenüberstellung
der Business Pläne verdeutlichte dabei, dass diese jedoch signifikant
differenziert wachsen und ebenso differenziert rentabel waren. Zur
Herstellung der Transparenz über mögliche Wachstums- und Effektivitäts-
bzw. Effizienzsteigerungspotenziale wurden die Businesspläne einer
vergleichenden Analyse unterzogen und die einzelnen
Ländergesellschaften auf ihre Wettbewerbsposition sowie die Märkte auf
deren Attraktivität untersucht. Des weiteren wurden die Aktivitäten der
wachstums- und renditestarken Ländergesellschaften expliziert um
Handlungsempfehlungen für die weniger positiv entwickelten
Ländergesellschaften abzuleiten. Die Ermittlung des
Investitionsbedarfes für die differenziert durchzuführenden Aktivitäten
zur Wachstums- oder Profitabilitätssteigerung, auch zur Überzeugung von
Kapitalgebern und Investoren, war Gegenstand der Aufgabenstellung. Zielsetzung, Vorgehensweise und Methodik
Zielsetzung des Projekts war die Erarbeitung einer differenzierten
wachstums- und renditeorientierten Strategie auf Konzern- und
Länderebene, die Ableitung von Aktivitäten zur Strategieumsetzung sowie
die Entwicklung von konsensfähigen Businessplänen. Die Erstellung eines
Kommunikationspapiers der Wachstumsstrategie rundete die Zielsetzung
des Projektes ab. Die Adressaten des Kommunikationspapiers waren die
Anteilseigner als auch potenzielle neue Investoren. Insbesondere für
letztere sollte die Attraktivität des Geschäfts und das kapitalarme
interne Wachstum, im Vergleich zum Wachstum durch Akquisition,
verdeutlicht werden. Basis für die Bewältigung der
Projektaufgabenstellung war der Gewinn- und Verlust- sowie der
bilanzielle Vergleich, ebenso wie die Gegenüberstellung der
Geschäftsprozess-Performance der Ländergesellschaften. Ergänzend zu
bestehendem Kennzahlen und Datenmaterial war eine Identifikation der
länderspezifischen Marktpotenziale sowie der jeweiligen
Wettbewerbsposition erforderlich. Die ergänzende Informationsbedarf
wurde mittels eines standardisierten Fragebogens zur Erhebung der
länderspezifischen Markt- und Wettbewerbsrahmenbedingungen, der durch
das jeweilige Management zu beantworten war, gedeckt. Aus den
Ergebnissen des internen Benchmarkings sowie der Markt- und
Wettbewerbsposition konnten Entscheidungsgrundlagen zur
Strategieableitung in Form von Portfolien entwickelt werden. Als
mögliche Strategien wurden drei wesentliche Zielsetzungen hergeleitet:
(1) Investition mit signifikantem Ausbau der Markt- und
Wettbewerbsposition, (2) Produktivitätssteigerung mit Stärkung der
Markt- und Wettbewerbsposition sowie (3) Desinvestition. Unter
Berücksichtigung dieser globalen strategischen Zielsetzungen wurden die
Business-Pläne des laufenden Geschäftsjahres der Ländergesellschaften
für die kommenden fünf Jahre weiterentwickelt und mit
Handlungsoptionen, wie sie in Best-In-Class Ländergesellschaften mit
vergleichbarer Zielsetzung in der Vergangenheit durchgeführt wurden,
hinterlegt. Als Handlungsoptionen für eine Wachstumsstrategie konnten
z.B. Flächenabdeckung oder -durchdringung, Aufbau einer neuen
Vertriebsniederlassung, eine Marketing- und Preisoffensive abgeleitet
werden. Handlungsoptionen für eine Produktivitätssteigerungsstrategie
waren die Optimierung der Tourenplanung und der Schichten, die
Durchführung einer Geschäftsprozessanalyse mit anschließender
-optimierung und Redesign und die Optimierung der Auslastung des Lager-
und Distributionssystems. Das nun vorliegende Aggregationsniveau der
Businesspläne ermöglichte die Kaskadierung der Handlungsoptionen in
konkrete Aktivitäten und Maßnahmen mit und insbesondere in den
Ländergesellschaften. Mittels Durchführung von Workshops mit dem
jeweiligen Management wurden die Businesspläne in den Ländern auf ihre
Plausibiliät diskutiert, verifiziert sowie mit Umsetzungsaktivitäten
hinterlegt. Wesentlicher Aspekt hierbei war, die Herbeiführung eines
Konsens zwischen der Zielvorstellung des Konzern-Managements und der
Zielverpflichtung des Managements der jeweiligen Ländergesellschaften.
Die Zusammenführung der Ergebnisse ergab einen konsolidierten
Businessplan für den Konzern mit identifizierten und realisierbaren
Wachstums- und Renditepotenzialen, welche sich auf konkrete Aktivitäten
und Maßnahmen stützte. Zudem konnte der länderspezifische Investition
für den Ausbau des Geschäfts identifiziert und anhand der
erforderlichen Aktivitäten belegt und plausibilisiert werden. Erzielbare Potenziale auf internen Wachstumspfaden
Durch die Implementierung einer Vertriebssteuerung und des Transfers
von vorhandenen Best-Practice-Lösungen zur Erschließung von Wachstums-
und Renditepotenzialen einzelner Ländergesellschaften konnte ein
Umsatzwachstum von 5% jährlich in Summe über alle Tochtergesellschaften
identifiziert und mit konkreten Aktivitäten hinterlegt werden. Die
Wachstumsquellen sind dabei auf den Transfer und den marktspezifischen
Einsatz der Aktivitäten zurückzuführen, deren Einzelpotentiale an den
Standorten, welche diese entwickelt und eingesetzt haben, bereits
realisiert sind. Wesentlicher Erfolgsgarant zur Sicherstellung der
Strategieumsetzung war der Abgleich der Business Pläne und insbesondere
die darin enthaltenen Wachstumsambitionen mit dem Management der
Ländergesellschaft sowie deren Commitment. Die erzielten Ergebnisse
bedeuten für das Unternehmen ein nachhaltiges Wachstum und eine ebenso
nachhaltige Rentabilitätssteigerung in einem hart umkämpften Markt,
welche durch das Nachhalten der Umsetzungsgrade der definierten
Aktivitäten sowie der regelmäßigen Anpassung der Businesspläne
gewährleistet werden konnte. Zudem konnten die Altanteilseigner mit den
Ergebnissen ebenso überzeugt werden, wie potenzielle zukünftige
Investoren und Kapitalgeber. Literatur: nach oben
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