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Notfallstrategien in der Produktion:
Verbesserung der Risikosituation durch Notfallstrategien

[07.11.2005]

In einem Unternehmen der Automobilzulieferindustrie wurden zur wirkungsorientierten Risikohandhabung detaillierte Notfallszenarien und die im Eintrittsfall erforderlichen Notfallstrategien erarbeitet. Die Ableitung der Strategien erfolgte in gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen dem Zulieferunternehmen und dem TCW. Im Anschluss an eine Risikoerfassung sah sich das Unternehmen erheblichen Gefahren gegenübergestellt, denen es unter anderem mit definierten Notfallstrategien und -maßnahmen begegnete.

Bei Eintritt eines Risikos hat das Produktionsunternehmen dafür zu sorgen, dass der entstehende Schaden möglichst gering ausfällt. Die Ableitung von Notfallstrategien dient dazu, den Auswirkungen dieser kurzfristig eintretenden Schäden entgegenzuwirken. Das praktische Üben der aufgestellten Notfallpläne und -maßnahmen stellt die planungsgerechte Durchführung im Notfall sicher. Da die Ableitung von geeigneten Strategien und Maßnahmen stark von der Kenntnis herrschender Risiken abhängt, setzt dies eine umfangreiche Risikoidentifizierung sowie eine detaillierte Analyse drohender Risiken voraus. Nachdem die Risikosituation analysiert und transparent dargestellt wurde, konnten wirkungsvolle Maßnahmen abgeleitet werden. In diesen Prozess wurden die im Ereignisfall betroffenen Mitarbeiter sowie die Entscheidungen treffenden Führungskräfte eingebunden. Als eine geeignete Form der Zusammenarbeit erwiesen sich an dieser Stelle eintägige Risikoworkshops, in denen nach einer zuvor definierten Agenda, jedes identifizierte und für einen Notfall relevante Risiko bearbeitet wurde. Anhand der jeweiligen Ursache-/Wirkungsstruktur eines Risikos wurden die Notfallstrategien erarbeitet und für den Einsatz im Notfall dokumentiert.

In dem Unternehmen wurde unter anderem z.B. das Herunterfahren einer Schmiedeanlage als Notfallmaßnahme ausgeführt. Dazu wurden relevante Prozesskennfelder und -daten in den ausformulierten Notfallstrategien für die Anlagenführer festgehalten, um die Anlage in einen gesicherten Ruhezustand fahren zu können. Des Weiteren wurde eine Notfallorganisation definiert, um Entscheidungswege und Prioritäten in Ausnahmesituationen effektiv zu gestalten. Alle kritischen als auch unkritischen Informationen werden zentral über eine Krisenleitstelle geführt. Mit den wirkungsorientierten Maßnahmen wurden Verhaltenrichtlinien antizipiert, die im Risikoeintritt zu einer Begrenzung der Kosten führen. Die abgeleiteten Strategien wurden jedem Mitarbeiter im Betrieb zur Verfügung gestellt. Eine Überarbeitung und Anpassung an eine eventuell veränderte Risikosituation ist in regelmäßigen Zyklen implementiert und von den Verantwortlichen durchzuführen. Im Falle einer plötzlichen Betriebsunterbrechung sind diese Strategien von unermesslicher Bedeutung für das Unternehmen.

Weiterführende Literatur zu dem Themengebiet:


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