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TCW senkt Herstellkosten in der Verkehrstechnik um 18%
[21.09.2005]
In einem Unternehmen der Verkehrstechnikbranche, welches
standardisierte und kundenindividuell angepasste dieselhydraulische
Lokomotiven in unterschiedlichen Leistungsklassen fertigt, konnte TCW
durch die Anwendung von Konzeptsteckbriefen im Rahmen einer
Produktklinik die Herstellkosten um 18% senken. Der Hersteller stand
vor Projektbeginn unter erheblichem Kostendruck. Verursacht wurde dies
durch eine hohe Variantenvielfalt, einen geringen Einsatz von
Gleichteilen und einer fehlenden Transparenz hinsichtlich des Produkt-
und Prozessaufbaus.
Nach Analyse der einzelnen Baugruppen und der definierten
Entwicklungsprozesse konnte eine geringe Verwendung von Gleichteilen,
sowohl in gleichen Produkttypen unterschiedlicher Ausführungen als auch
über mehrere Produkttypen hinweg, erkannt werden. Durch das Festhalten
an vergangenen Konstruktionsprinzipien wurden eine hohe Anzahl
veralteter und komplizierter Detaillösungen in die Produkte integriert.
Auf Grund einer mangelnden Kostenfokussierung in den
Entwicklungsabteilungen folgte eine regelmäßige Überschreitung der
Projektkosten. Ursachen für diese Kostenüberschreitungen lagen zum
einen in der intransparenten Kostenrechnung. Nach der
Analysephase wurden die Produkte des Unternehmens in den einzelnen
Fertigungsstufen von den Mitarbeitern der Wertanalyse, der
Konstruktion, der Elektrotechnik und TCW begutachtet. Bei diesen
Kompetenzrunden wurden detaillierte Lösungen durchgesprochen und
hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bewertet. Weitere Ideen
wurden durch die Untersuchung verschiedener Benchmark-Objekte
generiert. Zur Dokumentation alternativer Produktgestaltungen wurden
Konzeptsteckbriefe eingesetzt. Diese Konzeptsteckbriefe sind
standardisierte Formulare, die im Allgemeinen in der Konstruktion und
im Besonderen bei der Durchführung von Produktkliniken eingesetzt
werden. Sie umfassen eine Beschreibung der aktuellen und einer
alternativen Lösung und deren jeweiligen Vor- bzw. Nachteile. Durch den
standardisierten Ansatz der Detaildokumentation und der unmittelbaren
Zuordnung des Einsparpotenzials einer neuen Lösung leisten die
Konzeptsteckbriefe einen wichtigen Beitrag zur Durchsetzung neuer
Ideen. Das Konzept ermöglicht einen systematischen Aufbau von
Veränderungsoptionen, in dem diese Optionen wie in einem
Morphologischen Kasten zu Gruppen zusammengeführt werden. Diese setzt
sich aus funktional nicht gegenseitig ausschließenden
Konzeptsteckbriefen und einem gewünschten Grad der Produktveränderung
zusammen. Aus den Konzeptsteckbriefen wurden drei Gestaltungsoptionen
zur Veränderung der aktuellen Konstruktionsbasis aufgebaut. Mit
den detaillierten Konzeptsteckbriefen wurde dem Unternehmen ein
ausführlicher Maßnahmenplan zur Umsetzung der diskutierten Optionen an
die Hand gelegt, so dass anschließend die Maßnahmen in den
Fachabteilungen der Entwicklung umzusetzen waren. Das aus der gewählten
Option B resultierende Optimierungspotenzial der Herstellkosten lag bei
18%. TCW-Fachseminare zum Thema:Weiterführende Literatur: nach oben
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Was ist die "Produktklinik"?
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Die Produktklinik ist ein Konzept für einen funktionsübergreifenden, institutionalisierten Lernort. Produkte und Prozesse werden analysiert und Best-Practice Lösungen durch Reverse Engineering auf die eigenen Produkte und Prozesse angewendet.
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Passendes Fallbeispiel
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Konzeptsteckbrief - ein Instrument zur Produktkostensenkung
Das Unternehmen der Verkehrstechnikbranche baute standardisierte und kundenindividuell angepasste Lokomotiven in unterschiedlichen... ...mehr Informationen |
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Literatur
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Produktklinik Leitfaden zur Steigerung der Lerngeschwindigkeit und Produktkostensenkung  Leitfaden Produktklinik |
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Literatur
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Produktordnungssysteme Leitfaden zur Standardisierung und Individualisierung des Produktprogramms durch intelligente Plattformstrategien  Leitfaden Produktordnungssysteme |
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Management-Seminar
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Produktklinik & Produktordnungssysteme Unternehmensindividuelle Erschließung von Innovations-, Synergie- und Marktpotenzialen ...mehr Informationen |
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