KVP: Multiplikation der GENESIS-Vorgehensweise bei einem Finanzdienstleister
[21.07.2003]
Die Übertragung industrieller Ansätze auf Service-Prozesse bietet große
Möglichkeiten des organisatorischen Lernens. Während im industriellen
Bereich die Instrumente wie Prozesswertanalyse und -verbesserung
bereits breite Verwendung finden, kann durch die Einführung von
KVP-Ansätzen im Servicebereich oft noch ein großer Produktivitätsschub
erreicht werden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer Auditierung
der Schwachpunkte, der Einbindung der Mitarbeiter durch die permanente
Durchführung von Kurzworkshops (Produktivitätsstunde) sowie die
Implementierung einer Qualitätsorganisation.
Auditierung zur Analyse von Schwachpunkten Eine Auditierung mit
Hilfe eines voll flexiblen Tools vor dem Hintergrund einer
Prozessbenchmarking-Datenbank ermöglicht eine vergleichende Analyse von
Gruppen und Abteilungen. Dieses TCW-Tool bietet die Möglichkeit, einen
individuell angepassten Fragebogen sofort auszuwerten und die
Ergebnisse mit den Mitarbeitern zu diskutieren. Die aufgezeigten
Problemfelder (z. B. Abläufe, Arbeitsklima, Schulung etc.) werden
priorisiert und sofort in Workshopthemen überführt.
Produktivitätsstunde Identifizierte
Schwachpunkte werden am besten unter Einbeziehung der Mitarbeiter in
Kurzworkshops bearbeitet. Die Produktivitätsstunde als regelmäßig
wiederkehrender Workshop basiert auf den durchschlagenden Erfolgen des
GENESIS-Konzepts (Verweis zu GENESIS):
- Phase 1: Ist-Analyse
- Phase 2: Ursachenanalyse
- Phase 3: Ideenfindung
- Phase 4: Lösungsansätze und Maßnahmendefinition
Absicherung des Veränderungsprozesses durch eine Qualitätsorganisation Um
den Prozess zu einem eigenständigen Schneeballprozess auszubauen,
empfiehlt sich die Einrichtung einer eigenen Organisation. Pro
Abteilung sollte ein TQM-Koordinator – neben seiner Regelaufgabe – die
regelmäßige Durchführung der Workshops beobachten. Dabei übernehmen die
Koordinatoren eine Coaching- und Beratungsfunktion sowie eine
bereichsübergreifende Koordination der Aktivitäten. Ein weiterer
Schwerpunkt liegt im Controlling der Maßnahmendurchführung. Dazu bietet
sich der TCW-Potentialmanager an, mit dessen Hilfe sich Maßnahmen in
ihrer Realisierung verfolgen lassen.
Qualifikation der Mitarbeiter Grundlage
einer lernenden Organisation sind Mitarbeiter, die in Methoden- und
Motivationssicht auf dem aktuellen Stand sind. Dazu eignen sich die
TCW-Fachseminare. Ergebnis ist ein eigenständiger Schneeballprozess aus
Workshops und kontinuierlicher Verbesserung.
Weiterführende Literatur: Weiterführende Seminare: Produkte: nach oben
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