[01.10.2026]
Standardisierung und Modularisierung auf Komponentenebene stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die bessere Beherrschung der internen Komplexität dar. Diese ist die Vielfalt, die das Unternehmen beschaffen, produzieren, testen und für den Service bereitstellen muss, also um Bauteile und Komponenten, während die externe Komplexität die Produktvielfalt darstellt, die der Kunde wahrnimmt. Mit den geeigneten Konzepten und Umsetzungsmethoden, die wir ständig weiter entwickeln, unterstützen wir Unternehmen seit vielen Jahren.
Für Unternehmen, die heutzutage erfolgreich ihre Produkte verkaufen wollen, reicht es nicht mehr aus, ihren Kunden ein standardisiertes Produktportfolio anzubieten.
Wir sagen dazu: die Vielfalt an Produkten, Dienstleistungen und ihren Optionen, die auch kundenindividuelle Individuallösungen ermöglichen, muss den Kundenanforderungen entsprechen. Um das Produktprogramm optimal zu definieren, bieten wir ein Methodenbündel an, das die externe Komplexität, also die vom Kunden wahrgenommene Produktvielfalt, optimal gestaltet. Doch dazu an anderer Stelle mehr (s. nebenstehenden Link zum Beratungsansatz „Produktprogrammplanung durch Portfolioanalyse und Substitutionsprognose").
Die nach außen sichtbare Komplexität muss durch eine interne Komplexität erzeugt werden.
Diese setzt sich zusammen, um nur Beispiele zu nennen, aus den Bauteilen und Baugruppen, der Produktstruktur, den Stücklisten, den Tätigkeiten in Entwicklung, Wertschöpfung, Auftragsabwicklung und Service. Während Entwicklungs- und Herstellkosten einfach zu ermitteln sind, ist die Erfassung der Prozesskosten, die durch zunehmende Komplexität beeinflusst werden, oftmals schwierig. Doch lassen Sie uns von der Beherrschung der internen Komplexität sprechen. Hier gibt es verschiedene Hebel, von denen wir heute einen genauer beleuchten wollen: Die Standardisierung und Modularisierung von Bauteilen.

Die Verwendung von Gleichteilen ist der einfachste Ansatz der Standardisierung. Hilfreich ist hier die Nutzung einer Standardteile-Datenbank, um Neukonstruktionen zu vermeiden. Teile können dabei konstruktionsgleich übernommen werden oder als konzeptgleiche Komponenten durch Skalierung oder Parametrisierung angepasst werden. Modularisierung geht durch Flexibilität und Wandlungsfähigkeit weiter. Dabei ist die Festlegung geeigneter Schnittstellen die wesentliche Voraussetzung, um Standard- oder Basismodule zu definieren.

Ein Modulbaukasten besteht aus Basismodulen, die als Standards über alle Produktvarianten hinweg eingesetzt werden können, aus einem Variierungsumfang, der für verschiedene Anwendungsfälle konzeptgleich dargestellt wird, einem Applikationsumfang für die Integration in kundenspezifische Produkte und Software-AddOns als Erweiterungsmodule.

Im Maschinenbau unterstützten wir ein Unternehmen, das Lösungen für den Materialtransport in zahlreichen Branchen anbietet:
Eine Produktreihe zeigte großes Potenzial für Wachstum, kämpfte aber mit den Herstellkosten. In der Feasibility-Phase stellte sich heraus, dass Standardisierung und Modularisierung von Komponenten einen wertvollen Beitrag zur Senkung der Herstellkosten leisten wird und mit der Komplexitätsreduzierung wesentliche Voraussetzungen für das profitable Wachstum geschaffen werden. Deshalb verknüpfte TCW seine seit Jahrzehnten bewährte Methode der Produktklinik mit den Ansätzen von Standardisierung und Modularisierung.
Die Veränderungen in den Gestaltungsfeldern wurden ermittelt, bewertet und zu einem Konzept vereint:

Die Reduzierung der internen Komplexität hatte vielfältige Auswirkungen. Der initiale Aufwand zur Entwicklung des Baukastens liegt dabei deutlich unter den Einsparungen:
