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Nachhaltiger Unternehmenserfolg durch Industrie 4.0 Innovationen

[24.08.2021]

Foto: adobe / Mimi Potter

Unternehmen müssen sich stetig neu erfinden, um im Wettbewerb bestehen zu können. Digitalisierung und Industrie 4.0 sind hier notwendige Innovationstreiber. Nachhaltiges Wachstum, Umsatzpotenziale und lukrative Geschäftsfelder durch Innovationen, die im Kontext von Industrie 4.0 stehen, sind bei der Digitalisierung des Leistungsangebots aber auch im klassischen Geschäft möglich. Welche Beispiele es gibt und wie TCW dabei unterstützt, zeigt diese News.

Geschäftsmodellinnovationen sichern Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Vor dem Hintergrund gesättigter Märkte mit begrenztem Umsatzvolumen und wachsender Konkurrenz aus Niedriglohnländern mit zunehmendem technologischem Know-how haben sich zahlreiche Unternehmen an TCW gewandt, um die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern. Wir unterstützten beim Identifizieren neuer Geschäftsfelder mit hohem Wachstum und hohem Umsatz- sowie Margenpotenzial. Besonderes Augenmerk lag hierbei stets auf der Übereinstimmung der bestehenden Unternehmensstrategie und -kompetenzen mit neuen Geschäftsfeldern. Dieses Vorgehen sicherte das Vertrauen der Kunden in die Qualität der angebotenen Lösungen und erlaubte den Rückgriff auf bestehende Kunden für einen einfachen Einstieg in das neue Geschäftsfeld.

Bestehende Kompetenzen und Produkte als Nukleus der Geschäftsfeldentwicklung

Die Voraussetzung für die Einführung einer Innovation ist die ausreichende Kompetenz in der vom Unternehmen angewandten Technologie, eine ausreichende Marktnachfrage und auch das Vertrauen der Kunden in die Lösung.

Die Vision von Industrie 4.0 – eine vollständig vernetzte Fabrik, die selbstständig gänzlich individuelle Produkte herstellt – ist vielversprechend und dennoch für die meisten Unternehmen noch Zukunftsmusik. Erste Schritte in diese Richtung können durch eine Veränderung der bestehenden Produkte und des Angebots erreicht werden, aber auch durch die Fokussierung auf Wachstumsmärkte, die durch Industrie 4.0 und Digitalisierung getrieben werden.

Beginnen wir mit der Digitalisierung des eigenen Produktes. Hier können beispielsweise eine gesteigerte Konnektivität und einfache Sensorik den Kundennutzen erweitern und es ermöglichen, sich vom Wettbewerb abzuheben.

Im Privatbereich lassen sich bereits viele Geräte über das eigene Mobiltelefon ansteuern. Auch im industriellen Bereich stellen Konnektivität, Integrier- und Steuerbarkeit für Nutzer wichtige Faktoren dar. So unterstützt die Digitalisierung im Bereich der Mikrochirurgie durch die optische und digitale Visualisierung in 4K und 3D. Untersuchungen und Messungen aber auch die Robotersteuerung durch den Chirurgen erfolgen in einem einzigen System.

Wird Sensorik in gesteigertem Maß eingesetzt, sodass Auswertungen über das Einsatzverhalten, Effizienz und Ausfallwahrscheinlichkeiten vorgenommen werden können, lassen sich datenbasierte Geschäftsmodelle innerhalb des bestehenden Produktportfolios implementieren. Hierbei ist es nicht zwingend notwendig, eine eigene, digitale Plattform aufzubauen. Bestehende Systeme bieten offene Schnittstellen zur Integration des eigenen Produktangebots und verhindern, dass Nutzer mehrere Systeme parallel bedienen müssen.

Zusammen mit der verbesserten Auswertung des Produktverhaltens kann auch das Serviceangebot ausgebaut werden. Statt eines Produktes wird Kunden die Nutzungszeit angeboten. Gleichzeitig erlaubt die Überwachung des Maschinenzustands die Koordinierung von Wartungsarbeiten. Die gesteigerte Overall Equipment Efficiency erhöht den Kundennutzen und erlaubt dem Anbieter ebenfalls, sich von der Konkurrenz abzuheben.

TCW unterstützte mehrere Unternehmen bei der Nutzung von Enabler-Technologien zur Geschäftsfelderweiterung im Kontext von Industrie 4.0 (siehe Abbildung 1). So ergeben sich beispielsweise im Bereich Optik zahlreiche Anwendungsfelder. Für die Bilderfassung durch optische Sensoren sind Kameras notwendig, für die wiederum ein Bedarf an Linsen besteht. Anwendungen liegen in der herkömmlichen Bilderfassung oder auch bei Sonderanwendungen wie der Infrarotlichtauswertung. Nicht zuletzt ist die Chipindustrie auf hochentwickelte Optiklösungen angewiesen, um die immer kleiner werdenden Halbleiterelemente zu fertigen. Für die Fertigung und auch für die Ergebniskontrolle sind hochpräzise Linsen notwendig.

Der TCW Projektansatz für den Geschäftsfeldaufbau

Trotz der Unterschiede zwischen den genannten Ansätzen, lässt sich die Entwicklung eines Geschäftsmodells systematisieren. Abbildung 2 zeigt den Projektansatz, den TCW schon mehrmals in Projekten erfolgreich umsetzen konnte. Die Basis bildet ein 6-Stufenplan aus Geschäftsmodellaudit, Analyse des Marktumfelds und der Identifikation geeigneter Applikationen auf Basis der bestehenden Unternehmenskompetenzen und die Entwicklung eines Geschäftsmodells im Bereich von Industrie 4.0. Zur Sicherung der erfolgreichen Umsetzung unterstützt TCW seine Kunden auch bei dem Ausbau und der Entwicklung eines spezifischen Ökosystems im Zuge der Implementierung des neuen Geschäftsmodells.

Ergebnisse

In mehreren Projekten konnte TCW seine Kunden erfolgreich unterstützen und eine Trendwende in Bereichen mit sinkenden Marktanteilen erreichen. Beispiele mit Umsatzsteigerungen über 5% bereits in kürzester Zeit konnten unter anderem im Anlagen- und Maschinenbau, im Werkzeugbau und auch in der Zuliefererindustrie für den Automobilbau erreicht werden. Um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, gilt es jedoch regelmäßig,

  • das interne Wissen zu erfassen und den Status Quo herauszufordern,
  • kritische Erfolgsfaktoren in einer ganzheitlichen Perspektive zu erfassen und Stolpersteine zu identifizieren,
  • wirtschaftlich vielversprechende von weniger vielversprechenden Ansätzen durch die frühzeitige Aufstellung von Business Plänen zu trennen und anschließend zu strukturieren und zu systematisieren,
  • den Kunden stets in den Fokus zu stellen, um am Markt tragfähige Konzepte zu entwickeln und
  • die richtigen Partner auszuwählen, die insbesondere bei Digitalisierungsprojekten häufig notwendig sind, um notwendiges IT-Know-how und bestehende Plattformlösungen beizutragen.

Über die Möglichkeiten der Digitalisierung tauschten sich zahlreiche hochrangige Referenten im Rahmen des 28. Münchner Management Kolloquiums im März 2021 aus und boten so zahlreiche Anreize für die Zuhörer. Zusätzlich wurden Best Practices und die Erfolge der angewandten Lösungen vorgestellt.

Video: Was ist Data Science und wie können Unternehmen das Konzept anwenden?

Video: TCW Purchasing Complexity Radar: Big Data im Einkauf nutzen

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