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Bestände-Halbe

Bestände-Halbe Methodik zur Senkung und Optimierung des Umlaufvermögens

Herausforderung

Die Problematik erhöhter Bestände ist in vielen Unternehmen vorzufinden. Die Ursachen dieser Entwicklung sind dabei so vielfältig, wie deren Begründungen durch das Management. Trotz einiger Vorteile, die sich durch hohe Bestände ergeben, wie z.B. ein erhöhter Lieferservicegrad, überwiegen die negativen Auswirkungen deutlich. Denn Bestände verdecken in den meisten Fällen störanfällige Prozesse, nicht abgestimmte Kapazitäten und eine mangelnde Flexibilität. Die Erhöhung der Bestände bekämpft diese Ursachen jedoch nicht, sondern wirkt als Katalysator für eine weitere Verschlechterung der Prozesstransparenz, einen Anstieg der Planungshektik und eine deutliche Erhöhung der Durchlaufzeiten. Durch die Erhöhung des Umlaufvermögens sinkt neben der operativen Flexibilität auch der finanzielle Handlungsraum für strategische Entscheidungen. Als Reaktion auf diese Problematik ist eine unreflektierte Übernahme von Ansätzen zur Bestandssenkung zu beobachten, die jedoch in den meisten Unternehmen einmaligen Charakter aufweisen. Die Folge der undifferenzierten Absenkung des Bestandsniveaus sind Fehlteile, eine erhöhte Störanfälligkeit sowie die Reduzierung der Logistik- und Qualitätsleistung, welche anstelle der erwarteten Potenziale zu wirtschaftlichen Nachteilen führen.

Das TCW Konzept

Die Methode Bestände-Halbe beinhaltet Einflussmöglichkeiten zur Bestandsreduzierung, die aus der Produkt- und Sortimentsstruktur, flussorientierten Fabrikstrukturen, logistikorientierten Beschaffungsstrukturen sowie einem differenzierten Logistikmanagement resultieren.

Ziel der Methode Bestände-Halbe ist die Senkung der Durchlaufzeiten und Sicherheitsbestände durch eine nachhaltige Materialflussoptimierung und die Implementierung einer präventiven Prozesssicherung. Das Umlaufvermögen soll reduziert und somit der Unternehmenswert gesteigert werden.

Ein wichtiges Merkmal ist außerdem eine enge Kooperation mit Lieferanten, um Kapazitäten optimal auszulasten.

Die Vorgehensweise umfasst die folgenden vier Arbeitspakete:

  1. Erfassung und Strukturierung der Bestandssituation
  2. Analyse der Bestandstreiber
  3. Erstellung von Optimierungsansätzen
  4. Umsetzung und Maßnahmencontrolling

Zunächst erfolgt im Rahmen der Erfassung und Strukturierung der Bestandssituation eine umfangreiche Analyse der relevanten Grunddaten, wie Bestandswerte, Verbrauch und Reichweite, Inventar- und Lagerstruktur und Wertzuwachskurven. Zudem empfiehlt sich eine Prozessanalyse der logistischen Kette, der Informationsflüsse sowie der Wertschöpfungsprozesse und ihrer Schnittstellen.

Auf dieser Basis werden im zweiten Arbeitspaket die Bestandstreiber identifiziert. Hierbei werden produkt-, material-, informationsflussbezogene wie auch aufbauorganisatorische Einflussgrößen untersucht.

Anhand der Ergebnisse der Analyse wird im dritten Arbeitspaket abgestimmt, welche Optimierungsansätze bestehen und welche Maßnahmen notwendig sind. Es werden ein Soll-Konzept sowie eine Umsetzungsplanung entworfen.

Das Konzept wird umgesetzt und durch Mitarbeiterschulungen begleitet. Regelmäßige Ergebnis- und Fortschrittskontrollen sind anzuraten.

Ergebnisse / Potenziale

Das Konzept der Bestände-Halbe ermöglicht die Erreichung erheblicher Einsparpotenziale und Leistungssteigerungseffekte, die sich in den Kennzahlen der Bestandshöhe, der Auftragsdurchlaufzeit, der Materialverfügbarkeit und der Anzahl von Fehlern darstellen lassen. Durch die Senkung der Bestände können die Ursachen für ineffiziente Produktionsprozesse aufgedeckt werden, sodass im Rahmen eines kontinuierlichen und nachhaltigen Prozesses weitere Verbesserungspotenziale erschlossen werden können. In bisherigen Projekten konnten im Schnitt folgende Verbesserungen erzielt werden:

Weiterführende Literatur zum Thema Bestände-Halbe

Praxisbeispiele zum Thema Bestände-Halbe

Tools zum Thema Bestände-Halbe

  • 5-Tage-Audit
  • KANBAN-Dimensionierung
    Optimale Neu- oder Re-Dimensionierung von Kanban-Kreisläufen und automatisierte Berechnung von Auslegungsgrößen
  • Logistik-Potenzial Check
    Verknüpfung der Daten des „SCM-Check“ mit finanziellen Kennzahlen des Unternehmens und Darstellung des Wertbeitrags der Logistik
  • SCM-Check
    Qualitative Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Supply Chains und Aufzeigen von Handlungsempfehlungen
  • TCW-Potenzialmanager
    Umsetzung identifizierter Verbesserungspotenziale in allen Unternehmensbereichen effizient kontrollieren
  • Value Check
    Ein- und Auszahlungsströme infolge einer logistischen Investition quantifizieren und als Cashflow ausweisen

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