^

Änderungsmanagement

Die Implementierung und Durchführung eines effektiven und effizienten Änderungsmanagements zielt auf die Minimierung der Wirkungen auf die Produktentstehungs- und Produktanpassungsprozesse.

Herausforderungen

Die Bedeutung des Änderungsmanagements nimmt stetig zu. Die Ursachen für häufige Änderungen an Produkten liegen beispielsweise in steigendem Wettbewerbsdruck und in immer kürzeren Produkt- und Innovationszyklen, aber auch in unternehmensinternen Bemühungen um kontinuierliche Verbesserung. Änderungsprozesse liegen stets im Spannungsfeld zwischen Verschwendung und Verbesserung (Innovation) und haben Auswirkungen auf zahlreiche Unternehmensbereiche. Änderungen der aktuellen Produktgeneration ziehen nicht nur Ressourcen aus Entwicklungsprojekten ab, sondern beanspruchen häufig auch überproportional Mitarbeiter aus anderen Bereichen (insbesondere Produktion, Einkauf, Logistik/SCM, Produktmanagement und Vertrieb) außerhalb des Tagesgeschäfts.

Das TCW Konzept

Diesen Herausforderungen ist eine nachhaltige Implementierung und Durchführung eines effektiven und effizienten Änderungsmanagements entgegenzusetzen. Wir unterstützen unsere Klienten aus allen Branchen in diesem Umfeld durch ein bereichsübergreifendes Konzept zur Optimierung des Änderungsmanagements. Durch eine methoden- und toolgestützte Vorgehensweise werden übliche Defizite im Änderungswesen in der Organisation (wie unklare Verantwortlichkeiten und Schnittstellen-Probleme), in den Prozessen (wie fehlende Prozessvarianten je nach Änderungsart), bei den Mitarbeitern (wie fehlendes, bereichsübergreifendes Verständnis zu den Auswirkungen von Änderungen) sowie in der Unternehmenskultur (wie mangelnde Prozessdisziplin) systematisch identifiziert und Optimierungsansätze erarbeitet. Das Konzept zielt auf die Minimierung der Wirkungen auf die Produktentstehungs- und Produktanpassungsprozesse und ist unternehmensspezifisch auszugestalten. Hierbei gilt es, eine individuell optimale Kombination der Strategien „Prävention“ (wie präventive Maßnahmen zur Qualitätssicherung), „Selektion“ (wie Sicherstellung eines ausgewogenen Kosten-/Nutzen-Verhältnisses) und „Effizienz“ (wie durchgängige Änderungsprozesse) zu finden. Dabei können verschiedene Methoden und Instrumente eingesetzt werden:

  • Steigerung der Flexibilität (wie typspezifische Fast-Track-Prozesse bei kleineren Änderungen),
  • Vermeidung und Beherrschung von Produktkomplexität (beispielsweise durch modulare Baukästen und Standardisierungsansätze),
  • Konzentration auf das Kerngeschäft (wie Analyse der Änderungsursachen entlang der Wertschöpfungskette)
  • Steigerung der Transparenz (beispielsweise durch Priorisierung und gezielte Moderation von Änderungen auf Basis systematischer Kosten-/ Nutzen-Analysen).

Für die Optimierung des Änderungsmanagements ist eine Vorgehensweise zielführend, die zunächst auf Basis der Ausgangssituation und der Ermittlung von Verbesserungspotenzialen ein Konzept mit Soll-Prozessen und Soll-Organisationsstrukturen erarbeitet. Zentrale Elemente sind eine detaillierte Prozessanalyse und eine Untersuchung der existierenden IT-Strukturen. Eine umfassende Prozesswertanalyse in Kombination mit einem branchenübergreifenden Benchmarking zeigt Verbesserungspotenziale auf. Je nach Bedarf beinhaltet die Konzeptphase auch die Erstellung eines Anforderungsprofils und den Auswahlprozess für unterstützende IT-Systeme für das Änderungsmanagement. Im Folgenden erfolgt dann die Detailgestaltung der Soll-Prozesse in Verbindung mit der Konfiguration der priorisierten Software-Architektur. Die Umsetzung wird durch Projektarbeit vor Ort mit cross-funktionalen Teams sowie über Workshops mit Integration von Zulieferern, Veranstaltung von Lieferantentagen oder Schulungen und Seminaren durchgeführt.

Ein durchgängiges Konzept zur Optimierung des Änderungsmanagements ermöglicht es, die Lernprozesse im Unternehmen zu beschleunigen und Störungen durch technische Änderungen zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Es wird damit eine Entscheidungsgrundlage bereitgestellt, um Änderungen zu priorisieren und möglichst kostengünstig umsetzen zu können

Ergebnisse / Potenziale

Die konsequente Implementierung und Durchführung eines Änderungsmanagements führt zu folgenden Ergebnissen:

  • Rasches Reagieren auf Änderungen in allen Bereichen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette,
  • zeitliche Verkürzung der Änderungsschleifen und somit Verkürzung der Time-to-Market,
  • Reduzierung der Fehlerhäufigkeit,
  • bessere Nachvollziehbarkeit der Änderungen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Zulieferern,
  • Reduzierung der Folgeänderungen,
  • Erhöhung der Kostentransparenz,
  • verursachungsgerechte Zuordnung der Änderungskosten und
  • zwingende Kosten-/Nutzen-Analyse.

Dadurch lassen sich signifikante Reduzierungen der Entwicklungszeit, der Lebenszykluskosten und des Änderungsaufwands erzielen.

Weiterführende Literatur zum Thema Änderungsmanagement

Praxisbeispiele zum Thema Änderungsmanagement

VorherigeNächste